„kleiner“ Dachschaden

Aufgrund der Nässe im Camper mussten wir was unternehmen. Also erstmal für eine Nacht die Umluft an und die Heizung auf Maximum gestellt, um die Feuchtigkeit durch die geöffnete Dachluke im Bad nach draußen zu befördern. Das half zwar um die Betten wieder so einigermaßen trocken zu bekommen, löst aber das Problem mit der fehlenden Dachluke nicht. 

Also wurde die Entscheidung getroffen wenigsten im Deckenbereich (um die Luke) die Verkleidung zu entfernen und den Wasserschaden zu begutachten. 

Letztes Wochenende ging es dann los. Erstmal wurde der Schlafbereich komplett leergeräumt. 

Im nächsten Schritt sollte der innere Rahmen der Dachluke entfernt werden, was sich als nicht so schwierig herausstellte. Die vorhanden Schrauben dienten nur noch der Dekoration und konnten ohne viel Mühe „herausgezogen“ werden. Das lies schon erahnen wie es darunter aussah. 

Beim Entfernen der Verkleidung kam so nach und nach das ganze Ausmaß des Wasserschadens zum Vorschein. 

Hinter der Verkleidung aus Sperrholz, welche teilwiese nur noch durch den guten Willen  (oder dank der Folien-Beschichtung) zusammen hielt, versteckte sich eine stark zersetzte vermoderte Holzlattung. 

Auch die Styroporplatten waren schon etwas „vergammelt“ und von Ameisen zerfressen, welche uns auch schon vorher während der Reinigungsaktion immer wieder über den Weg weg liefen. Inzwischen verstärkt sich der Verdacht, das diese schon vor uns den Camper bewohnt haben.
Immer den Spuren des Wassers folgend, musste auch ein Teil der Seitenwandverkleidung weichen.

Nun alles soweit vorbereitet, das mit dem Austausch der Holzkonstruktion begonnen werden kann.

Am Anfang!

Wir haben uns vor einem Monat einen gebrauchten Wohnwagen gekauft. Dieser hat einen „kleinen“ Wasserschaden an der vorderen Dachluke. Diese war vom Händler schon mit Sikaflex verklebt worden, so dass hier kein Wasser mehr eindringen konnte. Geplant war den Wasserschaden nach dem Sommer in aller Ruhe zu inspizieren und reparieren. 

Schon auf den letzten Metern des Heimweges zeigten sich erste Probleme mit der Elektrik, als Aufgrund der unebenen Straße die Beleuchtung fröhlich blinkte. Ursache: ein nicht fachmännisch geflicktes Kabel, wie sich nach entfernen der Klebebandumwickelung zeigte. Die gerissenen Leitungsenden wurden mit Kabelschuhen zusammen gequetscht . Da fragt man sich, wie das so durch den TÜV gekommen ist.

Nachdem wir ein Wochenende damit zugebracht haben den Camper innen gründlich zu reinigen, sollte über Pfingsten an der Ostsee die erste Erprobung anstehen. 

Auf dem Hinweg ist uns die vordere Dachluke davon geflogen, obwohl diese geschlossen war. Vermutlich waren zu starke Vibrationen aufgrund des maroden Unterbaus (Wasserschaden) die Ursache dafür. Die provisorisch mit Panzerband und Folie abgedichtete Luke hat den Rückweg dann doch nicht schadlos überstanden. Auf den letzten Kilometern sind wir von einer Regewand begrüßt worden, so dass es zu einem erneuten Wassereinbruch kam.